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Selbstlose Selfies: Warum der Malteser Vorstand bei der Cold Water Challenge baden geht

Malteser  Cold Water ChallengeEine Welle von Do-it-yourself-Videos schwappt über das Land und überflutet die Youtube-Kanäle: Die Rede ist von der COLD WATER CHALLENGE. Die Idee: Dienststellen der Hilfsorganisationen oder der Feuerwehren fordern sich gegenseitig heraus, sich möglichst kreativ nass zu machen und sich dabei zu filmen. Gelingt das, darf der Nächste "herausgefordert" werden.

An dem Selfie-Wettbewerb im „Wetten, dass ...?“-Format scheiden sich - verständlicherweise - die Geister: Die einen haben Spaß an dem Klamauk. Die anderen fragen, ob Hilfsorganisationen so etwas überhaupt dürfen. Diese Frage stellen dabei nicht nur Spaßbefreite, sondern auch jene, die in bester Absicht darauf achten wollen, dass niemand zu Schaden kommt, Ausrüstung nicht beschädigt und keine Materialien verschwendet werden.

Wie auch immer man das sieht, auf jeden Fall spricht manches für die Cold Water Challenge. Denn vom Selfie zur Selbstlosigkeit ist es gar nicht so weit. Deshalb erinnert das Video der Malteser Bundeszentrale an den ursprünglichen Zweck der Aktion, Spenden für humanitäre Zwecke einzuwerben, in diesem Fall für die vergessenen Flüchtlinge und Opfer des Bürgerkriegs in Syrien, denen die Malteser vor Ort helfen. Wer ja sagt zur Idee – oder nein zu einer "Herausforderung", kann das durch Spenden für diesen Zweck kundtun.

Des Weiteren nimmt die Malteser Bundeszentrale den Ball auf, den die Malteser aus Fulda ihr zugespielt haben, um zu zeigen, dass Engagement für andere auch mit Freude und Miteinander zu tun hat. Die Haltung zur Cold Water Challenge sagt auch etwas darüber aus, wie es um die Kultur der großen Hilfsorganisationen bestellt ist. Neben der „edlen“ Gesinnung (nennen wir sie Nächstenliebe oder Solidarität) sind Freude und Teamgeist immer schon wesentliche Zutaten, damit Menschen sich für andere Menschen einsetzen, ohne selbst einen direkten Vorteil daraus zu ziehen.

Für diesen Einsatz für andere wollen die Malteser möglichst viele Menschen begeistern – nicht nur in den eigenen Reihen, sondern auch darüber hinaus. Die entstandenen Filmchen werden gerne gesehen und geteilt. Sie lassen viele, die sie anklicken, gerade wegen ihres Do-it-yourself-Charmes schmunzeln. Damit präsentiert sich eine der großen verbandlich organisierten Hilfsorganisationen so, wie sie (auch) sind: nicht als staubtrockener, hierarchischer Verband von gestern, sondern weltoffen, humorvoll, lebendig und aktiv.

So gesehen ist die Challenge tatsächlich ein Sprung ins kalte Wasser, aber eine Chance, sich von seiner besten Seite zu zeigen. Dafür gehen der Präsident und der halbe Vorstand vor laufender Kamera baden. Film ab:

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Geschrieben von Elmar PankauDruckversion


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